Der Energieausweis

 

Wer braucht einen Energieausweis?

Wer ein Gebäude oder ein Gebäudeteil verkaufen, vermieten, verpachten oder verleasen will, muss sich einen Energieausweis ausstellen lassen, falls bisher kein gültiger Ausweis vorliegt.

 

Welchen Energieausweis muss man sich ausstellen lassen?

Die Energiesparverordnung kennt zwei Arten von Energieausweisen: den Energiebedarfsausweis, in dem anhand komplexer Berechnungen der theoretische Energiebedarf des Gebäudes ermittelt wird, und den Energieverbrauchsausweis, der grundsätzlich auf den tatsächlichen Energieverbräuchen der letzten drei Jahre beruht.

Sollen bestehende Gebäude verkauft, vermietet, verpachtet oder verleast werden, kann unter Umständen ein Energieverbrauchsausweis erstellt werden. Dies gilt aber nur für Gebäude mit fünf oder mehr Wohnungen oder für die der Bauantrag nach dem 31.10.1977 gestellt wurde oder die schon bei Baufertigstellung das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung vom 11. August 1977 eingehalten haben oder dieses Niveau durch spätere Änderungen erreichen. Bei neu errichteten oder geänderten Gebäuden muss hingegen ein Energiebedarfsausweis erstellt werden.

 

Wer darf einen Energieausweis ausstellen?

Energiebedarfs- oder Energieverbrauchsausweise für Bestandsgebäude dürfen nur von Ausstellern mit entsprechender Qualifikation ausgestellt werden. Dies können z.B. Energieversorger, Architekten, Bauingenieure, Heizungsbauer oder Schornsteinfeger sein.

 

Was passiert, wenn man sich nicht an die Vorgaben hält?

Der Verkäufer, Vermieter, Verpächter oder Leasinggeber ist verantwortlich dafür, dass er den Energieausweis rechtzeitig vorlegt und übergibt. Wer dies vorsätzlich oder leichtfertig nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig macht, riskiert ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro. Gleiches trifft Eigentümer, die vorsätzlich oder leichtfertig nicht dafür Sorge tragen, dass die von ihnen zur Erstellung eines Energieverbrauchsausweises zur Verfügung gestellten Daten richtig sind.